Rachel Intervention - Wenn, dann Richtig!

25.03.2018 18:47

Ein kleines 7Fragen 7Antworten-Interview mit Rachel Intervention

1. Wie heißt du?
I bims, Rachel Intervention.
Rachel Intervention2. Wenn du dich in einem Satz beschreiben müsstest, wäre dieser:
Oh wow, ich brauch noch nicht mal einen Satz – einfach nur „Entertainment-Queen“.  BAM!
3. Wann hast du mit Drag angefangen und wie kam es dazu?
Oh woooooooow. Durch eine Reihe unglücklicher Ereignisse haha. Das erste Mal in Drag in der Öffentlichkeit war ich auf einer Kostümparty als ich 17 Jahre alt war. Ich sah aus wie ein Autounfall, aber technisch gesehen war ich in Drag. Dann auf Faschingspartys, Halloween und das erste Mal vor Publikum als Scherz für die letzte Vorstellung einer Musicalproduktion, bei der ich mitgewirkt habe. Das Publikum hat meinen Auftritt total gefeiert, also dachte ich mir, dass ich ein wenig an mir feilen sollte und das ganze vielleicht professionell angehen könnte. Und Jahre später bin ich jetzt hier!

4. Was zeichnet dein Drag aus?
Ich liebe Comedy. In meinen One-Woman-Shows kombiniere ich Stand-Up-Comedy mit komödiantischen Lipsync-Performances. Ich kann einfach nicht wirklich ernst bleiben. Ich halte eine Performance nicht durch, ohne eine Grimasse gezogen zu haben haha. Ich lebe dafür Menschen zum Lachen zu bringen und zu unterhalten. Gib mir ein Mikrofon oder eine Auftrittsfläche und mir geht’s gut! Visuell mag ich es Weiblichkeit und Männlichkeit zu kombinieren. Ich trage gerne Hosen, Blazer oder Hemden. Wenn ich ein Kleid tragen sollte, trage ich gern kurze Haare dazu. Androgyn, sexy, ausgefallen.

5. Wer inspiriert dich als Drag Queen?
Mein absolutes Drag-Idol ist Bob The Drag Queen aus New York City. Als ich mit Drag angefangen und eine grobe Idee, aber keinen wirkliche Vision hatte, wo ich mit meinem Drag hin könnte, hab ich Auftritte von Bob im Internet gefunden und war völlig aus dem Häuschen. Was Performances angeht, macht sie genau das, was ich auch mache. Außerdem ist sie stark politisch engagiert, was mich auch sehr inspiriert – in meinen Stand-Up-Comedy-Routinen rede ich gerne auch über politische Themen.
Abgesehen von anderen Drag Queens bin ich einfach sehr inspiriert von starken Persönlichkeiten, Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sagen, wo es lang geht.

6. Wo wolltest du schon immer mal auftreten?
Ich würde mal richtig gerne in eine dieser Talk-Shows wie „Menschen bei Maischberger“, „ Markus Lanz - Fanclub “ oder „ Anne Will - ARD“ und an einer Debatte über Sexualität und Gender-Themen teilnehmen. Am besten mit einem anwesenden AfD-Politiker, dem ich dann verbal die Hose ausziehen kann (im übertragenen Sinn natürlich).

7. Was war dein größtes Erlebnis, seit du Drag machst?
Wahrscheinlich meine allererste One-Woman-Show, die ich mit 19 auf die Bühne gebracht hab. Ich war mega unsicher und wusste nicht, ob das was ich tue so gut ist. Das Publikum war aber unglaublich und der Abend hat mich offensichtlich beflügelt weiter zu machen.

Ihr habt nicht genug und wollt noch mehr Queens kennenlernen? Wir posten diese Woche jeden Tag eine Queen des „House of V“, also bleibt bunt und schaut morgen wieder bei „7 Tage – 7 Fragen – 7“Queens" vorbei.
Euer Regenbogen-Online.de - Team

– mit Rachel Intervention – hier: Stuttgart - meine Stadt.


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